Wahlkampf begeistert und fasziniert mich.. manchmal.. gerade.. ein bißchen.

Die Wahlplakate sind langweilig. Selbst die blöde NPD hat sich keine neue Polemik ausdenken lassen. Als ich vor paar Wochen durch Osnabrück gegurkt bin, habe ich wenigstens Das Teufelsplakat der PBC in live gesehen.. Aber auch das nur im Vorbeifahren. Dies ist auch meine Entschuldigung für Osnabrück, ich hatte mich nur verfahren und bin deshalb aus Versehen dort gelandet.

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Kommende tolle Veranstaltungen:

Das Wintersemester kommt langsam näher. Was mir ja eigentlich piepegal ist, aber das Wintersemester-Beginn-Wetter mag ich sehr. Es ist morgens nicht mehr eklige Luft. Das Klima ist schön regelmäßig. Und wenn sich gegen Mittag / Nachmittag der Regen verzogen hat und die Sonne durch die Wolken bricht – ohne alles zu verbrennen – dann ist es fast so schön ie im Frühling!

In Madrid endet am nächsten Sonntag die Vuelta a España. Der Herbst in Madrid ist eh sehr schön, weil noch warm und vor allen Dingen hängt der Himmel so hoch wie nirgendwo in Deutschland – de Madrid al cielo.

Ansonsten finden noch massig Seminare und langweilige Parteys statt.. Aber wer will sowas schon?

Street art by Kidult, appropriation art by Marc Jacobs

Der französiche street artist kidult hat die Fassade eines marc jacob store im Trendbezirk Soho mit dem Schriftzug “ART” verziert.
Nach Entdeckung am Morgen begann nicht nur die prompte Säuberung der Fassade, sondern auch das Hochladen unterschiedlicher Fotos.
Ein Foto durch kidult beim Säubern der Fassade und ein weiteres durch Marc Jacobs International unter dem Titel “Art by Art Jacobs”.
Ein Shirt mit dem umkämpften Motiv gibt es ausschließlich im betroffenen Geschäft zu kaufen:
http://www.marcjacobs.com/lookbooks/special-items/3fe7fd64-87a7-4c85-8824-2d0bf0c55b1f/art-by-art-jacobs-tee–689

Die vollständige Geschichte mitsamt der Fotos gibt es beim New York Observer:
http://www.observer.com/2012/05/marc-jacobs-store-kidult-graffitti-artist-05082012/

Die Frage wie das Thema nach deutscher Rechtslage zu behandeln wäre – insb. die Problemstellung der Panoramafreiheit des § 59 I UrhG und der Verwertung (fremden) Graffitis – findet sich ausführlich besprochen bei:

http://www.rechtambild.de/2011/04/der-schutz-von-%E2%80%9Estreet-art%E2%80%9C-%E2%80%93-und-die-verwertungsmoglichkeiten-von-fotos/

UPDATE:

Erneute Wendung: Inzwischen hat kiddult sein eigenes Werk ebenfalls für ein umwerfend anderes Shirt Dessin verwendet:

http://dandydiary.de/kidult-not-art-by-kidult-shirt/

In den Fall nehme ich meinen bereits erteilten Bestellauftrag zurück; FREEZE, US and A Botenjunge..! Will jetzt doch lieber das “reale” T-Shirt, weil “reale” T-Shirts nur für “reale Leute” sind. Kein Sell Out Joar! Nirgendwo..

+++ Umfrage +++ Veröffentlichung +++

Um größtmögliche Mitbestimmung und Transparenz zu schaffen stelle ich hiermit das Thema der nächsten Veröffentlichung zur Disposition:

- Leitfaden zur Hochzeitsgesellschaft

- Weltfußball und Homophobie

Beides sind hochspannende Themata zu aktuellen Fragen. Die Entscheidung, welches Thema von mir aufgegriffen werden soll, bitte ich im Überweisungszweck des dementsprechend ausgefüllten Überweisungsträgers an mich zu vermerken.

Möge die Abstimmung beginnen!

Kurze Bargeschichte

Die ganze Geschichte begann, als ich Ende der 00’er Jahre durch mein Staatsexamen gefallen war, zunächst mit einer Kurzschlussreaktion. Nach dem Herauskramen meines alten Battle-Mixers wollte ich unbedingt einen Verstärker. Und Turntables. Da zu der Zeit der große Teil der DJ’s nicht mehr analog auflegte – auch nicht mehr von CD – begannen die Clubs ihre alten Geräte auszusortieren. Besonders die, die schließen mussten. Den Kram hatten wir deshalb schnell zusammen. Und die Idee selbst hat fast jeder schon einmal gehabt: Abzuhauen und eine Bar am Strand zu eröffnen. Wir haben nachmittags und abends fast ausschließlich Electro-Swing gespielt und ich habe eigentlich am liebsten nur Wein getrunken oder Weinschorle. Die jungen Spanier, die oft bei uns rumhingen, liebten wie alle ihrer Generation Rum-Cola, was auch ich langsam lieb gewann – nebenher. Nur nicht die Bauchschmerzen von der vielen Cola und den Eiswürfeln. Doch das ist ein anderes Kapitel.
Electro-Swing passte perfekt zu unserem Ambiente am Strand und dem Publikum, das wir anlocken wollten. Aus der Berliner Zeit kurz zuvor von A. hatten wir noch eine Menge Kontakte und wurden so schnell zum Insidertipp. Wir haben von Anfang an eng mit der Polizei zusammen gearbeitet, so gut dies in dieser Region Südeuropas eben möglich ist. Die Zusammenarbeit verlief auf zwei Ebenen. Zur Verbrechensprävention, was den Drogenhandel anging und Schlägereien – halt dem typischen Barkram – und “finanziell unterstützend” um unsere Abläufe zu vereinfachen. Das Konzept der Bar war günstige Drinks anzubieten und trotzdem so zu leben wie wir wollten. Das hieß nicht zu knapp bei Kasse zu sein.
Die erste Idee lockte nach und nach die Leute an. Auch die, die generell einen alternativeren Lebensstil suchten. Nur waren wir beide ja ausgerechnet, was dies anging, die allergrößten Zyniker. Wir hatten schließlich beide um 2005 herum Kontakt zur “Philosophie des lachenden Mannes” gehabt. Wir liebten unsere Bar und die Musik und durch das Geschwafel mancher unserer Gäste hatte wiederum A. die Idee mit dem Piratensender. Über’s Internet zu senden erschien uns zu langweilig. Wir wollten gerade nicht wie die eine Seite behauptet eine bloße kriminelle Vereinigung zur Begehung von Urheberrechtsverletzungen sein oder wie die andere Seite es ausdrücken würde, Netzfreiheit zu Nutzen und Alles solle Allen gehören und blablabla.. Schreckliche Idealisten, haha. Aus Spaß habe ich zwischendurch schon manchmal einen – musikalisch sehr geilen – Techno-Remix des Kampflieds der italienischen Faschisten gespielt.
Der Sendemast war, wie sollte es anders sein, in einer Palme versteckt und wir hatten die witzigste Zeit überhaupt. Untereinander haben wir uns nie gestritten, es gab ja auch keinen Grund. Dadurch, dass wir beide hauptsächlich Reis und Fisch gegessen haben und in dieser Region die Exoten waren,  nebenbei noch Barbesitzer und mehrsprachig, standen uns viele Türen – und Fenster – offen. Gescheitert ist das Ganze schließlich auch am zweiten Konzept der Bar. Wer günstige Drinks anbieten, doch trotzdem auf großem Fuß leben möchte, der entdeckt schnell die Verlockungen als Geldwäscher zu arbeiten. Zumal wir durch die Bar ja eh viel mit kleinen Scheinen zu tun hatten. Ideale Voraussetzungen. Unser Scheitern fiel auch genau in die Zeit in der die kleineren Clubs und vor allem Labels aus Berlin und Madrid über unser Freundesnetzwerk auf uns aufmerksam wurden und wir wuchsen. Den ganzen, sagen wir mal, Quatsch hatten wir finanziell eigentlich nicht mehr nötig. Gestolpert sind wir dann primär auch nicht über unsere Machenschaften – alles war gut geschmiert – sondern wie meist in solchen Fällen über eine Weibergeschichte. Erst wurde einer ihrer Verflossenen auf unseren Sender aufmerksam und dann geriet die ganze Sache ins Rollen.
Ich konnte zum Glück rechtzeitig aus Europa verschwinden und A. kam später über Umwege nach. Von seiner genialen Segelfluchtfahrt erzähle ich ein anderes Mal. Im Nachhinein bleibt, dass die Pornomatica-Bar an sich ideal funktioniert hat. Und ich würde sie wieder genauso aufziehen. Nur diesmal sehr schnell auf gepfefferte Getränkepreise umsteigen wie auch die ganzen In-Bars dieser anderen verblendeten Affen. Inzwischen halte ich hier manchmal schon wieder Ausschau nach einer für einen Sendemast geeigneten Palme, aber erst mache ich noch ein bißchen Urlaub..

Nettikette

..die anfänge des internets sind für mich die ersten chatrooms, also wnn jemand davon spricht, denke ich immer an diese irc’s.

..kommata oder grossschreibung etc haben da keine große rolle gespielt.

..zu zeiten

des Web 2.0 ist es immer noch weit verbreitet nicht über seine eigenen Texte “noch einmal drüber zu lesen”.

Jedoch fällt mir auf, dass die Groß- bzw. Rechtschreibung schon viel mehr eine Rolle spielt als noch vor 10-15 Jahren.

Vielleicht, weil das Internet mit mir zusammen erwachsen geworden ist

(oder zumindest das Internet, das ich aktiv nutze)?!

Mit dem Thema beschäftigt hat sich mal wieder auch noch “jemand”, der allerdings ein andere Erfahrung – als ich selbst – gemacht hat:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Medienrechtler-Internet-muss-wieder-hoeflicher-werden-1316967.html

Ich rate sehr davon ab sich den Text durch die elektronische Stimme vorlesen zu lassen, es sei denn man steht auf Hack-Sprach und computerisiertes denglisch..